Opt In Image
Sicherheit und mehr
Die wichtigsten Informationen zum Thema Gefährdungsbeurteilung

Cover-Sicherheit und mehrLicht im §§-Dschungel
Die maßgeblichen Gesetze zum Schutz bei „Arbeiten in der Höhe“ –    ein Überblick

Machen Sie’s richtig!
Tipps zur Gefährdungs beurteilung – mit Checkliste

Leiter oder Gerüst?
Wie Sie die optimale Steighilfe für Ihre Anforderungen finden – mit Auswahlhilfe

Alles in Ordnung
Die besten Tipps für eine sichere Anwendung und Wartung – ein Ratgeber

Um den KOSTENLOSEN Ratgeber herunterzuladen, tragen Sie einfach Ihre Ihre E-Mail in das Formular und klicken Sie auf den Button "Gratis herunterladen"!

Wir respektieren Ihre Privatsphäre und werden Ihre Daten niemals an Dritte weitergeben.

Leiter, Fahr- oder Fassadengerüst: Welches Arbeitsgerät bietet die größtmöglichste Sicherheit auf Baustellen?

Welche Steighilfe eignet sich am besten – Leiter oder Gerüst?

Täglich entscheiden die Verantwortlichen auf Baustellen über diese Frage Dabei gilt der Grundsatz „safety first“. Der Aufbau eines Gerüstes kann zwar aufwändiger als das Aufstellen einer Leiter sein, aber Im Zweifel sollte man sich dennoch für das Gerüst entscheiden. Dieses schreibt auch die Betnebssicherheitsverordnung (BetrSichV) vor: Leitern dürfen „als hoch gelegener Arbeitsplatz“ nur dann benutzt werden, wenn der Einsatz „anderer, sicherer Arbeitsmittel nicht gerechtfertigt ist“. Ob dann ein Fahr- oder Fassadengerüst zweckmäßiger ist, kann unter ökonomischen Gesichtspunkten entschieden werden.

Bei der Benutzung von Steighilfen sind bestimmte Regeln einzuhalten. Dieses gilt besonders für Leitern. Sie müssen für die jeweilige Arbeit geeignet sein und gegebenenfalls zusätzhch gegen Umstürze gesichert werden. Die Unfallverhütungsvorschfift BGV D36 verlangt z.B.:

> Die richtige Leiter für die jeweilige Arbeitsaufgabe
> Richtiges Verhalten auf der Leiter
> Bestimmungsgemäße Verwendung

So dürfen auf Anlegeleitern nur Arbeiten „geringen Umfanges“ ausgeführt werden.   Die Tätigkeit sollte schnell gehen, leicht sein und wenig Material erfordern.
Für Einsätze, die länger dauern und komplexer sind, verbietet die BetrSichV den Einsatz von Leitern. Als Alternative bieten sich Gerüste an.

Fahr- oder Fassadengerüst?

Die BetrSichV schreibt allerdings nicht vor, ob Fahr- oder Fassadengerüste verwendet werden sollen. Diese Frage kann jeder Verantwortliche vor Ort nach ökonomischen Gesichtspunkten entscheiden. Folgende Kriterien geben den Ausschlag:

Mobilität: Fahrgerüste eignen sich für zeitweilige, kurzfristige Arbeiten, da sie schnell und mühelos beweglich sind. Bei einfachen, kleineren Reparaturen muss nicht die ganze Fläche eingerüstet werden, sondern das Gerüst lässt sich im Zuge der Arbeit mitführen, zum Beispiel bei der Installation von Hallenbeleuchtungen. Für Arbeiten an kompletten Gebäudekonstruktionen sind hingegen Fassadengerüste rationeller. Sie können beliebig groß aufgebaut werden und sind für hohe Lastaufnahmen von Werkzeug oder Material mit mehr als 300 kg/M2 (Gerüstgruppe 4-6) geeignet.

Investitionen: Die Kosten für den Einsatz eines Fahrgerüstes sind im Verhältnis geringer als bei Fassadengerüsten. Der Grund ist simpel: Fassengerüst-Systeme sind wesentlich größer und bestehen aus deutlich mehr Bauteilen. So entfallen rund 85 Prozent des Aufbaus auf den Transport zu Baustelle bzw. Montageort. Lediglich fünf Prozent werden für die eigentliche Montage des Gerüstes benötigt. Bei kleineren und kompakten Fahrgerüsten hingegen ist der Aufwand für Transport und Aufbau wesentlich geringer.

Flexiblität: Die Arbeitshöhen von Fahrgerüste lassen sich im Sprossenabstand von rund 25 cm individuell und schnell einstellen. Fassadengerüste sind hier schwerfälliger und nur über einzelne System-Elemente höhenverstellbar. Solche Elemente müssen ggf. angeliefert werden, verursachen also zusätzliche Kosten.

Fazit

Es ist durchaus möglich, dass sich die höheren Investitionen für ein Gerüst durch rationellere Arbeit amortisieren. Denn der bequemere Stand als auf einer Leiter beschleunigt die Arbeit, zumal auch das notwendige Gerät griffbereit mitgeführt werden kann.

Gemäß Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) dürfen Leitern nur für Arbeiten in der Höhe verwendet werden, wenn dadurch geringere Gefahren auftreten als bei anderen Aufstiegshilfen, vor allem Gerüsten. In Anschaffung und Lagerung sind Gerüste zwar aufwändiger als Leitern, bieten aber insbesondere bei komplexen Tätigkeiten mehr Sicherheit.

Die Entscheidung, ob ein Fahr- oder Fassadengerüst verwendet werden soll, kann der jeweilige Verantwortliche nach Ökonomischen Gesichtspunkten treffen. Den Ausschlag geben die Kriterien Mobilität, Investitionen, Flexibilität.

Generell gilt: Fassadengerüste sind bei hohen und großen Flächen die richtige Wahl – Fahrgerüste eignen sich hingegen für kleinflächigere Reparaturen oder „Wanderarbeiten‘, da sie schneller und ohne großen Aufwand umsetzbar sind.

Kompakt: Rollgerüste/Fassadengerüste im Vergleich

Vorteile: Fahrgerüste

– Mobil und flexibel, besonders geeignet für zeitweilige, kurzfristige Arbeiten an kleineren Flächen

– Weniger Einzelteile

– Leichterer Transport und Aufbau

– Geringere Investitionskosten

Vorteile: Fassadengerüste

– Ökonomischer bei hohen und großen Flächen und langen Standzeiten

– Paralleles Arbeiten mehrerer Gewerke möglich

Leitern dürfen nach der Betriebssicherheitsverordnung nur dann benutzt werden, wenn der Einsatz „anderer, siche¬rer Arbeitsmittel nicht gerechtfertigt ist‘. Für komplexere Tätigkeiten müssen andere Steiggeräte verwendet werden, z.B. Fahrgerüste. Diese eignen sich besonders für zeitweilige, kurzfristige Arbeiten an kleineren Flachen, da sie schnell und mühelos beweglich sind. Mit Schrägaufstiegen ermöglichen sie den sicheren Auf- und Abstieg auch mit großen oder sperrigen Lasten wie z. B. Eimern oder Werkzeugkasten.

Von Ferdinand Munk, Geschäftsführer der Güzburger Steigtechnik GmbH, Günzburg.

 Foto: Günzburger Steigtechnik

 

 

 

 

 

 

 


Schreibe einen Kommentar

Keine Angst: Ihre E-Mail wird hier nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert mit *

Sie können folgende HTML tags und Attribute verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Formular löschenKommentar absenden